Stolpersteinverlegung

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Stolpersteinverlegung 2017/2018

Es ist der 14. Mai 2018 und heute haben wir, die Schüler der Klasse 10c und einige interessierte Oberstufenschüler, unter der Leitung von Frau Baur und Herr Burkhardt, etwas Bedeutendes vor. Doch vorab erst mal die Hintergrundgeschichte und Hintergrundinformationen dazu:    
                     
Im letzten Jahr besuchten wir -die Klasse 10c- die Stolpersteinausstellung in Ludwigshafen am Rhein im Rahmen unsers damaligen Deutsch- und Geschichtsthemas „Deutschland nach 1933 unter den Nationalsozialisten“. Der Sinn der sogenannten „Stolpersteine“ ist es, an die in der besagten Zeit verfolgten und hingerichteten Juden zu erinnern. Während des Ausflugs wurde schnell offensichtlich, mit welchem Engagement und Herzblut die ehrenamtliche Arbeit von den dortigen Mitarbeitern durchgeführt wird.            
                                               
Damals waren wir so ergriffen, sodass wir kurzer Hand beschlossen hatten, dass wir gerne auch unseren Anteil an einem solch tollen Projekt haben werden. Nach kurzer Überlegung war klar, dass es in Form einer Stolpersteinverlegung angemessen wäre. Gesagt, getan.

Nach dem nächsten Termin einer Verlegung wurde sich erkundigt, eine Exkursion beantragt und natürlich auch dem Tag entgegengefiebert, bis es endlich soweit war. Da wir nicht nur die stummen Anwesenden sein wollten, sondern auch unsere Anteilnahme aktiv zum Ausdruck verleihen wollten, organisierten wir innerhalb der Klasse sogleich eine Vorlesung der Biografie des Ermordeten von Alexander Frank, ein musikalisches Ensemble, bestehend aus den Schülerinnen Franziska Hammer (Violine), Delina Isselhard und Jasmina Subotic (beide Gesang), ein von der Klasse vorgetragenes Gedicht, sowie schlussfassende Worte, vorgetragen von den Schülern/-innen Sarah Börner, Felicitas Fuhrmann, Vivian Volk und Tommy Först.

Die Veranstaltung war ein voller Erfolg und es hat jedem etwas mitgegeben, sowohl zum Nachdenken, als auch eine Erinnerung die unvergessen bleibt, denn wer kann schon von sich behaupten einen Stolperstein verlegt zu haben?

Wir danken hierbei noch ganz herzlich Frau Baur, für Ihr Engagement, damit die Möglichkeit diese Veranstaltung durchzuführen erst geschaffen werden kann, als auch Herr Burkhardt, für Ihre sofortige Bereitschaft uns in diesem Projekt zu unterstützen.
Als abschließendes Wort möchte ich jedoch im Namen der Beteiligten unser Beileid an die Hinterbliebenen ausdrücken. Wir können nicht die dunkle Vergangenheit verändern, doch mit Aktionen wie diesen, die Zukunft prägen, um dafür zu sorgen, dass Vergangenes auch Vergangenes bleibt.

Geschrieben von Ekin Kara, Klasse 10c