Nachlese zum Besuch der Okemos-Highschool am THG

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Der Besuch unserer amerikanischen Freunde und die wunderbare Erlebnisse, die wir alle damit verknüpfen, geben Anlass zu diesem Bericht, der ein Ausdruck tief empfundener Freundschaft und Verbundenheit zwischen den Schülerinnen und Schülern, den Eltern und Lehrern der Okemos High School aus Michigan, USA und den gastgebenden Eltern und Lehrern des Theodor-Heuss-Gymnasiums Ludwigshafen ist. Nach eineinhalb Jahren intensiver Planung durch die Kollegen Joel Schut (OHS) und Tobias Altvater (THG) fuhren die Busse am Donnerstag vor dem Schulgelände vor. Die 100 Schülerinnen und Schüler und deren 23 Begleiter wurden von einer riesigen Gruppe deutscher Gastgeber begeistert begrüßt. Nach eineinhalb Jahren, die seit dem Besuch der Ludwigshafener in Okemos vergangen waren, fielen sich die Jugendlichen in die Arme und gaben ihrer Freude über das Zusammentreffen lauthals Ausdruck. Ein Spalier geleitete die Gäste in die Aula des THG, wo nach einer sehr herzlichen Begrüßung Gäste und Gastgeber zusammengebracht wurden. Die Begleiter haben sich nach dem Check-In im Best Western Hotel gleich auf den Weg zur Gaststätte Maffenbaier gemacht, um den Hunger und Durst mit „german food and beverage“ zu stillen.

Der Freitag begann mit einer Probe des 100-köpfigen Streichorchesters in der Turnhalle des THG. Nachmittags folgte ein Ausflug nach Heidelberg zur Stadt- und Schlossbesichtigung. Für viele der Gäste war es die erste Zugfahrt ihres Lebens! Samstags gaben die Gäste in der Stiftskirche in Neustadt ein „Marktkonzert spezial“. Die Kirche platzte aus allen Nähten und das Konzert war ob der grandiosen Klagfülle des amerikanischen Schulorchesters ein voller Erfolg.

Der Sonntagmorgen stand ganz im Zeichen der musikalischen Gestaltung der Messe im Speyrer Dom. Auch hier konnte das Orchester unter der Leitung seiner Dirigenten Joel Schut und Marilyn Kessler begeistern. Die Akustik des Doms ließ den üppigen Klang des Orchesters nochmals voller erklingen.

Das Programm der amerikanischen Freunde setzte sich am Montagmorgen mit einer intensiven Probe für das abends stattfindende Konzert in der Aula des THG fort. Hier wurde die Freundschaft auch musikalisch vertieft, denn das Orchester wurde durch zahlreiche Schülerinnen und Schüler des Streich- und des Blasorchesters des THG verstärkt. Nach der Probe besuchten die Gäste den Unterricht ihrer Gastgeber und sammelten wichtige Erfahrungen über den Alltag an deutschen Schulen.
Um 19.30 Uhr begann dann in der bis auf den letzten Platz besetzten Aula das lange ersehnte Konzert. Die üppige Klangfülle des Orchesters kam auch in unserer Aula bestens zur Geltung. Gefühlvolle Solos wechselten sich mit packenden Tuttipassagen ab, alles sehr feinfühlig und mit großer Übersicht dirigiert von den Dirigenten Marilyn Kessler und Joel Schut. Die begeisterten Zuhörer erklatschten sich mehrere Zugaben und noch nach dem Konzert tauschte man sich über das Hörerlebnis aus.

Am Dienstag stand eine Fahrt nach Trier, Luxemburg und Metz auf dem Programm. Die Gäste staunten über die nahezu 2000 Jahre alte Porta Nigra, den Dom und die Basilika. Nach dem Mittagessen ging es weiter nach Luxemburg und Metz, wo die Kathedrale besichtigt wurde. Mit einigem Stolz konnten die amerikanischen Gäste behaupten, innerhalb weniger Stunden drei europäische Staaten bereist zu haben!

In den drei folgenden Tagen folgte eine Fahrt nach Berlin mit ausgiebigen Besichtigungen und einem Konzertbesuch eines Ballettabends in der Deutschen Oper. Die Freunde aus Okemos waren von der Qualität der tänzerischen Leistung begeistert, vor allem aber lobten sie den hervorragenden Klang und die Genauigkeit im Spiel des Orchesters.

Am Freitag wurde nach der 4. Stunde ein riesiges Buffet aufgebaut. Unsere Gastgeber ließen es sich nicht nehmen, die müden und hungrigen Berlinreisenden mit einem reichhaltigen Fingerfood-Angebot zu verwöhnen. Die Stimmung bei der offiziellen Verabschiedungsfeier war bestens! Die Gastgeber, allen voran Herr Altvater als verantwortlicher Organisator, freuten sich über eine sehr gelungene Betreuung der Gäste. Herr Schut brachte die Dankbarkeit über die erlebte Gastfreundlichkeit zum Ausdruck und hob hervor, wie wichtig der gegenseitige Austausch ist, gerade in einer Zeit, in der es international so viele Tendenzen zur Isolation und Abschottung gibt.

Der Abschied folgte am nächsten Morgen. Für manche der älteren Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern war es ein Abschied auf unbestimmter Dauer, andere aber freuen sich bereits jetzt auf den Gegenbesuch unserer Reisegruppe im Herbst des nächsten Jahres. Dann werden sich etwa 100 Schülerinnen und Schüler und deren Begleiter aus Ludwigshafen auf den Weg in die neue Welt begeben, um das Band der Freundschaft und des gegenseitigen Verständnisses weiter zu knüpfen...